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BLASEN IN DER KERAMIK Eingereicht wurde eine sechsgliedrige Brücke aus Galileo und Duceragold-Keramik, auf deren Oberfläche sich Froschaugen gebildet hatten. Abbildung 1 zeigt eines der Froschaugen.
Abbildung 1 Das Gussobjekt enthielt mindestens einen großen, nichtmetallischen Einschluss (Abbildung 2). Der Einschluss bestand aus einer glasartigen Substanz, welche die Bestandteile Natrium, Kalium, Aluminium und Sauerstoff enthielt, jedoch kaum Silizium. Daher handelte es sich nicht um einen Keramikpartikel und die Substanz ähnelte auch keinem der Materialien, die bei der Herstellung der Legierung verwendet wurden. Das Material befand sich höchstwahrscheinlich in der Gussform, als die Legierung vergossen wurde. Lösungsvorschlag: Der Gießvorgang und die Gießumgebung sollten überprüft werden um auszuschließen, dass Fremdkörper in die Gussform oder in die Schmelze gelangen.
 Abbildung 2
Die Oberfläche des Gussobjektes ist verhältnismäßig rau und es befindet sich eine große Menge Aluminiumoxid-Schleifmaterial unter der Legierungsoberfläche (Abbildung 3 - der helle Bereich unten im Bild ist die Legierung, der dunklere Bereich oben die Keramik). Die Partikel des Schleifmaterials befinden sich als unregelmäßige Formen unter der Metalloberfläche. Auf der Abbildung ist zu erkennen, dass kleine Blasen von einer Vielzahl dieser eingeschlossenen Partikel ausströmen.
 Abbildung 3 Abbildung 4 zeigt eine Blase, die von einer Überlappung in der Metalloberfläche ausgeht. Lösungsvorschlag: Der Ausarbeitungsprozess sollte verfeinert werden, um eine glattere, besser ausgearbeitete Oberfläche zu erzielen. Der Druck des Sandstrahlgerätes sollte überprüft werden, ebenso wie die Qualität und Reinheit des Strahlsands und der Druckluft.
 Abbildung 4
Abbildung 5 zeigt einen Querschnitt durch eine approximale Verbindungsstelle. Opaker und Keramik haben sich vom Metall gelöst. Das führt zu dem Schluss, dass die Keramikmasse während des Schichtvorgangs nicht bis ganz auf das Metall hinunter zurückgeschnitten wurde.
 Abbildung 5 Lösungsvorschlag: Der Opaker darf in den Interproximalräumen keine "Pfützen" bilden und die erste Keramikschicht muss bis zum Opaker zurückgeschnitten werden. Die Schnitte können beim zweiten Brand problemlos aufgefüllt werden und der Techniker kann dann sicher sein, dass die Keramik an diesen kritischen Stellen solide ist. Mögliche Ursachen von Keramikblasen bei hochgoldhaltigen Legierungen Die Verwendung von gesinterten Diamanten für die Oberflächenbearbeitung: Diamenten neigen bei der Bearbeitung von hochgoldhaltigen Legierungen dazu, schnell zu verkleben. Ein verklebter Schleifkörper verursacht Metallüberlappungen, anstatt das Metall sauber abzutragen. Überlappungen erhöhen aufgrund von möglichen Lufteinschlüssen und Verunreinigungen die Gefahr der Blasenbildung.
Lösungsvorschlag: Wir empfehlen in der Regel qualitativ hochwertige, feine Aluminiumoxidsteine wie beispielsweise weiße oder rosafarbene Shofu-Steine. Bei der Bearbeitung von hochgoldhaltigen Legierungen sollten die Steine abgezogen werden, sobald Metallrückstände auf ihrer Oberfläche zu erkennen sind. Die Abneigung mancher Zahntechniker gegen das Sandstrahlen: Es ist allgemein bekannt, dass gründliches Abstrahlen des Werkstücks viele durch das Ausarbeiten entstehende mögliche Problemherde entschärfen kann. Dadurch kann es auch zur Verminderung eines Blasenproblems beitragen.
Die Verwendung unterschiedlicher Keramikmassen für eine Arbeit: Eine gemeinsame Verwendung von Opaker und Keramikmasse unterschiedlicher Hersteller kann unter Umständen zu Problemen führen, wenn die Brenntemperaturen nicht genau aufeinander abgestimmt sind.
Beispiel: Wir beispielsweise ein Opakerbrand bei 925°C durchgeführt und anschließend darauf eine Creation-Schultermasse mit 950°C aufgebrannt, so kann der Schulterbrand unter Umständen den zuvor aufgetragenen Opaker überhitzen. Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass das Überhitzen von Keramikmassen zu einer Blasenbildung führen kann. Dies ist einer der Gründe dafür, dass Keramiksysteme in der Regel so aufgebaut sind, dass der Opakerbrand bei der höchsten Temperatur durchgeführt wird und die Temperaturen bei den nachfolgenden Bränden nach und nach herabgesetzt werden.
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